Gedenkveranstaltung aus Anlass der Hinrichtung von Carl Lampert

Gedenkveranstaltung aus Anlass der Hinrichtung von Carl Lampert

Gedenkveranstaltungen aus Anlass der Hinrichtung der katholischen Geistlichen Dr. Carl Lampert, Friedrich Lorenz und Herbert Simoleit im Zuchthaus „Roter Ochse“

Am Freitag, den 13. November 2020, gedenken wir in Halle (Saale) der Ermordung dreier Priester und acht weiterer von der Wehrmachtjustiz zum Tode verurteilten Männer. Aufgrund der Corona-Pandemie können die Veranstaltungen in diesem Jahr nur eingeschränkt stattfinden.

10.00 Uhr – die Schüler/innen des Elisabethgymnasiums weihen die Stele auf dem Schulgelände ein und präsentieren ihre Ergebnisse.
An dieser Veranstaltung dürfen nur 10 Auswärtige teilnehmen.

16.00 Uhr – der Leiter der Gedenkstätte Michael Viebig und Pfarrer Magnus Koschig legen im Hinrichtungsraum einen Kranz nieder.
Weitere Personen sind nicht zugelassen.

16.00 Uhr – auf dem Südfriedhof an der Priesterstele feiern wir eine Andacht im Gedenken an die Getöteten.
Kürzester Zugang von der Elsa-Brandström-Straße) Anmeldung nicht erforderlich

19.00 Uhr – Gedenkgottesdienst mit Film-Elementen in Heilig Kreuz, Gütchenstraße,
Anmeldung über das Pfarrbüro, montags bis freitags von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr unter: 0345/29984676.


Unter den 549 im Zuchthaus Halle während des Zweiten Weltkrieges hingerichteten Menschen befinden sich drei Priester, die das Reichskriegsgericht – der oberste Gerichtshof der Wehrmacht – zum Tode verurteilt hatte. Ihnen war vorgeworfen worden, ausländische Radiosender abgehört und die Nachrichten im Rahmen der Seelsorge an Wehrmachtsoldaten und Kriegsgefangene weitergegeben zu haben. Die Verfahren gegen die Priester gehörten zu einem umfangreichen Komplex, der mehr als 40 Angeklagte aus dem Umfeld des Stettiner Domes betraf. Weil zahlreiche Geständnisse nur unter der Folter der Gestapo zustande gekommen waren, weigerte sich der zuständige Senatspräsident des Gerichts, Werner Lueben, die von der NS-Führung geforderten Todesurteile zu verhängen und nahm sich am 28. Juli 1944 das Leben. Er ist auf dem Südfriedhof in Halle bestattet.

Carl Lampert wurde 2011 selig gesprochen. Er ist der Patron unserer Pfarrei.

 


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