Gedenkveranstaltung aus Anlass der Hinrichtung von Carl Lampert

Gedenkveranstaltung aus Anlass der Hinrichtung von Carl Lampert

Gedenkveranstaltung aus Anlass des 75. Jahrestages der Hinrichtung der katholischen Geistlichen Dr. Carl Lampert, Friedrich Lorenz und Herbert Simoleit im Zuchthaus „Roter Ochse“

Am Mittwoch, dem 13. November 2019 um 16 Uhr wird im ehemaligen Hinrichtungsraum in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) der Ermordung dreier Priester und acht weiterer von der Wehrmachtjustiz zum Tode verurteilter Männer gedacht.

Unter den 549 im Zuchthaus Halle während des Zweiten Weltkrieges hingerichteten Menschen befinden sich drei Priester, die das Reichskriegsgericht – der oberste Gerichtshof der Wehrmacht – zum Tode verurteilt hatte. Ihnen war vorgeworfen worden, ausländische Radiosender abgehört und die Nachrichten im Rahmen der Seelsorge an Wehrmachtsoldaten und Kriegsgefangene weitergegeben zu haben. Die Verfahren gegen die Priester gehörten zu einem umfangreichen Komplex, der mehr als 40 Angeklagte aus dem Umfeld des Stettiner Domes betraf. Weil zahlreiche Geständnisse nur unter der Folter der Gestapo zustande gekommen waren, weigerte sich der zuständige Senatspräsident des Gerichts, Werner Lueben, die von der NS-Führung geforderten Todesurteile zu verhängen und nahm sich am 28. Juli 1944 das Leben. Er ist auf dem Südfriedhof in Halle bestattet.

Die Gedenkveranstaltung wird von Schülerinnen und Schülern des Elisabeth-Gymnasiums gestaltet, die im Anschluss auch Ergebnisse ihres Carl-Lampert-Projektes vortragen werden. Carl Lampert wurde 2011 selig gesprochen und ist der Patron der Pfarrei Halle-Nord.

Die Eucharistie feiert die Pfarrei zu Ehren des Seligen Carl Lampert und der mit ihm hingerichteten Priester am 13. November um 18.30 Uhr in Heilig Kreuz.

 


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